Molybdän ist ein silbergraues Metall, das nicht im reinen Zustand in der Natur vorkommt. Normalerweise ist es ein Bestandteil von anderen Elementen in schwefelhaltigen Erzen, in denen auch Kupfer enthalten ist und wird somit u. a. als Nebenprodukt im Kupferbergbau gewonnen.

Im Periodensystem wird Molybdän als chemisches Element unter der Ordnungszahl 42 mit dem Symbol Mo geführt. Es schmilzt bei einer Temperatur von 2.610 Grad Celsius. Sein Name basiert auf dem griechischen Wort "molybdos", "bleiähnlich", welches ein deutlicher Hinweis auf seine Farbe ist. Obwohl Molybdän bereits im 18. Jahrhundert nachgewiesen werden konnte, wurde es erst während des Ersten Weltkriegs für Stahllegierungen genutzt und erlangte dadurch seine Bekanntheit. Man verarbeitete Molybdän anstelle von Wolfram, das in jener Zeit knapp war und so begann der kommerzielle Erfolg. Seine Haupteigenschaften sind die Haltbarkeit und Festigkeit sowie Widerstandfähigkeit gegen Korrosion und hohe Temperaturen.

Molybdän ist ein Metall, das als Zusatz verwendet wird, um spezielle Legierungen zu erhalten. So entstehen sehr widerstandsfähige Stähle. Etwa zwei Drittel dieses Metalls werden zu Edelstählen mit bis zu 6 % Mo Inhalt verarbeitet. Molybdänhaltige Stahllegierungen mit ausgezeichneten Temperatur- und Festigkeitseigenschaften finden in anspruchsvollen Bauteilen für Flugzeuge und für die Automobilindustrie Verwendung. Es werden auch Komponenten für Röntgenröhren und Elektroden für Glasbrennöfen aus diesem Metall hergestellt.

Ein anderes Einsatzgebiet sind Superlegierungen auf Nickelbasis. Katalysatoren, die in der Ölindustrie helfen, Schwefel-Gehalte zu reduzieren, enthalten Molybdän. Außerdem wird es in Schmiermitteln, die in verschiedenen Industrieprozessen verwendet werden, eingesetzt. So ist Molybdän-Disulfid widerstandsfähig gegen hohe Temperaturen, es reduziert den Abrieb und damit den Verschleiß von Motorteilen. Es wird auch zur Fertigung von Dünnschichten und Lösungsmitteln, in der chemischen Industrie als Pigment für Plastik, für Farben und Gummizusammensetzungen sowie in der elektronischen Industrie als elektrischer Leiter verwendet.

Wegen seiner vielfachen Anwendungsmöglichkeiten gilt Molybdän als strategisches Metall im Weltraum und in der Kraftfahrzeugindustrie, zur Herstellung von medizinischen Instrumenten, Glühlampen und Flachbildschirmen sowie um Wasser zu behandeln und sogar um Laserstrahlen zu erzeugen.




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